Das halbe Dutzend: Mit wie vielen Partnern teilt der Deutsche sein Bett?

München, 15. Mai – Hand aufs Herz: Wie häufig wechseln die Deutschen ihre Sexpartner tatsächlich? FriendScout24, Deutschlands Partnerportal für Flirts, Liebe und Abenteuer, hat das Marktforschungsinstitut GfK mit einer repräsentativen Umfrage unter 2.000 Deutschen beauftragt. Das Ergebnis zeigt, dass es hierzulande nicht ganz so wild zugeht, wie mancher vielleicht glaubt. So hatten die befragten Deutschen im Schnitt 5,8 Sexpartner, wobei Männer aktiver sind als Frauen. Und während der Hamburger im Schnitt auf zehn Partner kommt, begnügt man sich in Rheinland-Pfalz/Saarland mit durchschnittlich 3,2.

Das häufig von den Medien transportierte Bild einer sexuell enthemmten Jugend wird in der Studie von Deutschlands Partnerportal nicht bestätigt: In der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen liegt die durchschnittliche Anzahl der Sexpartner gerade einmal bei 1,7. Lediglich sechs Prozent der Jugendlichen hatte bereits fünf oder mehr, rund jeder Vierte hatte noch gar keinen Sex. Bis zum 29. Lebensjahr steigt die Anzahl dann deutlich auf 5,3 an, um sich dann ab 40 Jahren bei rund sieben Partnern einzupendeln. Erst bei den über 70-Jährigen macht sich ein anderer Wertekanon bemerkbar. Die in der „Generation Treue“ lebenden hatten lediglich 3,2 Partner. Jeder Dritte in dieser Altersgruppe hat sich zeitlebens auf einen Partner beschränkt. Und: 2,3 Prozent der über 70-Jährigen hatten gar keinen Sex.

Mehr Geld, mehr Sex?
Auch wenn Frauen ihre erotischen Bedürfnisse immer selbstbestimmter ausleben, haben Männer in jeder Altersgruppe eine höhere Anzahl an Erotik-Partnern. Durchschnittlich teilen Männer ihr Bett im Leben mit 7,4 Partnern, Frauen mit 4,3. Männer zwischen 60 und 69 Jahren können hierbei die vielfältigsten Erfahrungen vorweisen: Sie haben im Schnitt bis zu 10 Partner.  Bei den Frauen kommen die heute zwischen 30 und 39-jährigen im Schnitt auf knapp sechs Männer. Auch das Einkommen scheint einen Einfluss auf die Anzahl der Bettbekanntschaften zu haben: Während Geringverdiener bis 749 Euro Monatsnettoeinkommen mit 3,8 Partnern aus der Studie hervorgehen, kommen Großverdiener von 3.500 Euro und mehr auf 11,4 Partner.

Auch die regionalen Unterschiede wurden betrachtet: So zählen Hamburger in Schnitt zehn Partner, Thüringer kommen auf 7,6 und die Sachsen-Anhalter auf 7,3. Auf deutlich weniger Partner kommen die Brandenburger (4,8 Partner), die Niedersachsen (4,5 Partner) und die Rheinland-Pfälzer/Saarländer (3,2 Partner).

Gleiches Recht für Mann und Frau?
Die erotische Emanzipation erobert nach und nach ganz Deutschland: 41 Prozent der Deutschen sind bereits der Ansicht, die Anzahl der Sexpartner einer Frau spiele keine Rolle. Am lockersten sehen das die Gutverdiener: Zwei Drittel derjenigen, die sich monatlich über 3.500 Euro netto auf dem Gehaltszettel freuen, ist es egal, wie viele „Vorgänger“ eine Frau mitbringt. Aber es gibt auch noch eine andere Seite im erotischen Aktivitäts-Atlas:  So ist auch 2014 noch jeder vierte Deutsche der Meinung, dass eine Frau nicht mehr als fünf Sexpartner gehabt haben sollte. Jeder Zehnte meint, ein einziger Partner sei vollkommen ausreichend und sieben Prozent würden es sogar befürworten, wäre Sex vor der Ehe für die Frauenwelt generell tabu.

Und wie sieht es mit den Männern selbst aus? Nur 21 Prozent sind der Meinung, fünf Sexpartner seien genug. Und auf höchstens eine Bettbekanntschaft wollen nur sieben Prozent der Befragten die Männer begrenzen. Keinen Sex vor der Ehe? Das erwarten lediglich 3,5 Prozent der Deutschen. Auch die ganz jungen wollen davon nichts wissen: Nur 1,2 Prozent der 16- bis 19-Jährigen meinen, Männer sollten jungfräulich vor den Altar treten. 45 Prozent der Deutschen geben hingegen an, die Anzahl der Sexpartner spiele für sie keine Rolle. Und sechs Prozent der Männer meinen sogar: Je mehr Sexpartner ein Mann hatte, desto besser sein Ruf. Das sehen allerdings nur 1,1 Prozent der Frauen so.

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